Aus aktuellem Anlass informieren wir über das Altonaer Museum:

Protestbanner eingeholt

Mehrere Monate hingen die Protestbanner "Altonaer Museum bleibt" an der gläsernen Fassade des Altonaer Museums, als sichtbares Zeichen des Widerstands gegen die Spar- und Schließungspläne des Hamburger Senats.

Der neugewählte Hamburger Senat lässt hoffen

Seit den Neuwahlen des Hamburger Senats am 20. Februar 2011 gibt es Hoffnung für den Erhalt des Museums. Barbara Kisseler, jetzt Chefin der Hamburger Kulturbehörde, besuchte unmittelbar nach ihrem Amtsantritt das Altonaer Museum, um sich persönlich einen Eindruck vom Haus zu verschaffen. Zur ihrer Begrüßung wurden die Protestbanner "Altonaer Museum bleibt" vom Eingang des Museums abgenommen. Mit der neuen Kultursenatorin, so hofft man in Altona, wird Vieles anders werden. Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden. Denn die Einsparungen von 3,5 Millionen Euro, die der Stiftung Historische Museen Hamburg bis 2014 auferlegt wurden, sind noch nicht vom Tisch.

Mehr Geld für die Kultur in Hamburg

Die Kulturinstitutionen der Stadt sollen zukünftig besser und sorgfältiger finanziert werden, so Hamburgs neuer Bürgermeister Olaf Scholz. Eine stabile Finanzierung und langfristige Planungssicherheit sind Voraussetzungen für erfolgreiche Museumsarbeit. Dafür will man sich zukünftig stärker um Bundesmittel bemühen.

Für frischen Wind in der Stiftung Historische Museen Hamburg, zu der das Altonaer Museum gehört, soll ein Konzept sorgen, das von der Stiftungsvorsitzenden Kirsten Baumann im Juni vorgelegt wird. So lange will die Kultursenatorin jedoch nicht warten. Lieber mische sie sich schon jetzt ein, damit man später nicht alles wieder umkrempeln müsse. Die Stiftung als Organisationsform, in der die fünf historischen Museen der Stadt seit 2008 zusammengefasst sind, steht auf dem Prüfstand.